16.12.2018
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Probleme der Nieren und der Harnwege

Über die Spätfolgen der allogenen Stammzelltransplantation auf die Nierenfunktion ist nur wenig bekannt. Einschränkungen der Nierenfunktion sind meist Folge der Therapie. Eine Fülle an Medikamenten, sei es im Rahmen der Tumorbehandlung, der Konditionierung, der Infektionsvorbeugung und -behandlung oder der Immunsuppression, sind verbunden mit Einschränkungen der Nierenfunktion.

Darüber hinaus haben manche Grunderkrankungen, wie z.B. das Multiple Myelom (Plasmozytom), häufig Auswirkungen auf die Nierenfunktion. Eine Ganzkörperbestrahlung kann auch noch längere Zeit nach der Stammzelltransplantation zu einer Nierenentzündung führen.

Bei Patienten mit einer blutigen Harnblasenentzündung (hämorrhagische Zystitis), besteht die Gefahr, dass die Blase ihre Elastizität und Dehnungsfähigkeit verliert.


Empfehlungen:

Bei jeder klinischen Untersuchung sollte der Blutdruck gemessen werden. Ein erhöhter Blutdruck sollte konsequent behandelt werden. Die Nierenfunktion sollte 6 und 12 Monaten nach der Stammzelltransplantation und im weiteren Verlauf jährlich überprüft werden, zumindest bei denjenigen Patienten, die nach der Behandlung eine Einschränkung der Nierenfunktion hatten. Die Untersuchung sollte eine Bestimmung des Eiweißgehaltes im Urin und eine Bestimmung des Serum-Harnstoffs und –Kreatinins beinhalten.

Eine Ultraschalluntersuchung sollte bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen durchgeführt werden, um eine Harnabflussstörung auszuschließen.

Eine Nierenbiopsie kann in bestimmten Fällen diagnostisch sinnvoll sein.



Vielen Dank für die Bearbeitung an
Dr. med. Dipl. Psych. Andreas Mumm
Klinik für Tumorbiologie - Freiburg


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