16.12.2018
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Probleme des zentralen und peripheren Nervensystems

Unter dem zentralen Nervensystem (ZNS) versteht man das Gehirn und das Rückenmark, wohingegen die Nerven im übrigen Körper dem peripheren Nervensystem zugerechnet werden. Schäden am zentralen Nervensystem können im Einzelfall gravierend sein, sind aber selten und werden deswegen hier nicht weiter besprochen. Schäden am peripheren Nervensystem sind meist bedingt durch Medikamente, die zur Tumorbehandlung eingesetzt wurden.

Fast 20% der Patienten leiden unter kognitiven Problemen wie Gedächtnis-, Wortfluss- und Aufmerksamkeitsstörungen. Leichtgradige, aber relevante kognitive Störungen sind mit den üblichen Untersuchungstechniken oft schwer aufzudecken.


Empfehlungen:

Alle Patienten sollten 1 Jahr nach der allogenen Stammzelltransplantation daraufhin untersucht werden, ob neurologische Funktionsstörungen vorliegen. Besonders sollte auf solche Patienten geachtet werden, die über eine überdurchschnittlich lange Zeit immunsuppressiv z.B. mit Ciclosporin oder Tacrolimus behandelt wurden. Weitere Risikofaktoren sind eine Ganzkörperbestrahlung, eine Hirnbestrahlung oder eine intrathekale Chemotherapie. Bei Auffälligkeiten sollten sich Spezialuntersuchungen anschließen.



Vielen Dank für die Bearbeitung an
Dr. med. Dipl. Psych. Andreas Mumm
Klinik für Tumorbiologie - Freiburg


Informationsschriften zur Thematik

Titel Letzte Änderung  
Pflegerische Interventionen und Möglichkeiten bei krebstherapiebedingter Polyneuropathie 22.06.2010 [mehr][herunterladen]

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