16.12.2018
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Probleme der Mundschleimhaut und Zahnpflege

Mundtrockenheit ist ein häufiges Problem nach allogener Stammzelltransplantation.

Bestrahlung und cGvHD sind Faktoren, die Mundtrockenheit fördern. Unser Speichel hat eine wichtige Schutzfunktion gegenüber bakteriellen Schäden, insbesondere Karies. Häufig wird daher eine Karies-Vorbeugung mit Fluoriden empfohlen. Bei bestehender cGvHD der Mundschleimhaut kann Cortison in flüssiger Form oder als Paste hilfreich sein.


Empfehlungen:

Eine erste zahnärztliche Untersuchung sollte 6-12 Monate nach der Stammzelltransplantation erfolgen, wobei größere Eingriffe anfangs nur nach Rücksprache mit dem Transplantationszentrum durchgeführt werden sollten. Besonders sollte dabei auf Karies und auf Mundtrockenheit geachtet werden. Ratschläge zur Mundhygiene sind wichtig, und über eine Fluoridbehandlung sollte nachgedacht werden. Die Verwendung desinfizierender Mundspülungen, wie z.B. Salviathymol®, hilft Komplikationen zu vermeiden.

Danach sollte mindestens einmal im Jahr eine zahnärztliche Untersuchung erfolgen; beim Vorliegen von Problemen auch häufi ger. Insbesondere bei den Patienten, die eine Ganzkörperbestrahlung erhalten haben, sollte auf das Vorliegen von Tumoren im Mund- und Halsbereich geachtet werden.

Bei Zahn- und Mundbehandlungen sollte mit den behandelnden Ärzten über eine vorbeugende Behandlung mit Antibiotika gesprochen werden.



Vielen Dank für die Bearbeitung an
Dr. med. Dipl. Psych. Andreas Mumm
Klinik für Tumorbiologie - Freiburg


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