16.12.2018
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Erfahrungsbericht nach einer Teilnahme an einer Reha-Maßnahme in der "Sonnenberg-Klinik, Bad Sooden-Allendorf"


Andrea Schünemann (02. Mai 2006)


Allogene Transplatation im Jahre 2002 nach sekundärer AML und Brustkrebs

Da ich bereits "Kurerfahrung" hatte, habe ich mich gezielt auf die Kur im vergangenen Jahr vorbereitet, dass heißt, ich habe mich versucht so weit es geht über die zur "Auswahl" stehenden Kurkliniken zu informieren, um mir für diesen Kuraufenthalt auch die richtige auszusuchen.

Neben der Tatsache, dass ich mich 2002 einer allogenen Stammzelltransplantation aufgrund einer sekundären AML unterziehen musste, war ich zuvor (2001) an Brustkrebs erkrankt. 2003 traten Metastasen in der Lunge, 2004 Hirnmetastasen auf. Bereits seit meiner Schulzeit leide ich unter einem Reizdarmsyndrom.

Die Sonnenberg-Klinik habe ich hauptsächlich für mich als Kurklinik ins Auge gefasst, da sie mit Naturheilverfahren, ganzheitlicher Behandlung und (verstärkter) psychologischer Betreuung wirbt.

 

Ich fang mal Vorn an:

Bei Anfahrt mit der Bahn wird man von dem zweigleisigen Bahnhof abgeholt.

Parkplatzkapazitäten nicht ausreichend.

Betreuung wird zunächst von Stationsschwester übernommen.

Positiv fand ich, dass man sich direkt am Ankunftstag mit der Diätassistentin in Verbindung setzen kann, um Sonderkostformen oder spezielle Ernährungsprobleme abzusprechen und nicht, wie sonst bei Aufnahme in einer Klinik üblich, zunächst der Termin beim Arzt abgewartet werden muß. Denn auf diesen Termin muß man auch schon mal ein oder zwei Tage warten.

Das ist allerdings für die Verordnungen der psychotherapeutischen Gruppen- und/oder Einzelgespräche erforderlich. Nach 10 Tagen hatte ich erst meine erste von ganzen drei Sitzungen. Doch ist das wohl eher ein ganz generelles und auch organisatorisches Problem.

Neben den verordneten Anwendungen finden im Hause häufig Vorträge und spezielle Kurse statt.

Einige Mitpatienten beklagten sich über zu früh festgesetzte Behandlungstermine - vor dem Frühstück.

Während der Freizeit gibt es im Haus die Möglichkeit, sich Gesellschaftsspiele auszuleihen, Tischtennis oder Billard (Billard-/Internetraum 1PC, sehr langsam) zu spielen. Der Billardraum wird um 22:00 Uhr abgeschlossen.

Das Essen war sehr gut (trotz Spezialkost)

Bei auftretenden gesundheitlichen Problemen steht in kurzer Zeit ärztliche Betreuung zur Verfügung und die Entwicklung wird durch die Ärzteschaft auch verfolgt.

Der von verschiedenen Kurkliniken gekränzte Ortskern ist zu Fuß erreichbar und bietet Einkaufsmöglichkeiten (besser mit dem Bus zum Gewerbegebiet fahren, da liegt auch die Post) und Cafés.

Mein persönliches Fazit: Erholungsfaktor war sehr gut!

Ich glaub ich würde auch wieder hinfahren.

 

Andrea Schünemann


Vielen Dank für den Bericht an
Andrea Schünemann


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