

1931 wurde ich geboren, wuchs in einem kleinen Dorf und später in der Kreisstadt auf, Abitur, Feinmechanikerlehre und Dipl.-Ing. Nachrichtentechnik in Hannover waren der Beginn eines erfolgreichen und zufrieden stellenden Lebenslaufs.
Im Mai 2000 wurde bei der jährlichen Routineuntersuchung eine erhöhte Zahl von Leukozyten festgestellt. Die folgenden Untersuchungen bestätigten die Diagnose B-CLL. Schmerzen traten nicht auf. Einmal im Quartal wurde ein Blutbild erhoben. Den Verlauf der Werte bis 2007 zeigt Bild 1.
Der regelmäßige Anstieg wurde unterbrochen von Einbrüchen nach einer Bypassoperation und nach einer Infektion mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (bestimmte Stämme des Darmbakteriums E. coli, die zu blutigen Durchfallerkrankungen führen).
Informationen zur Erkrankung suchte ich im Internet bei der Selbsthilfegruppe in Straubing und bei den Jahrestagungen der DLH. Nach Beratung mit dem Hausarzt und Onkologischem Zentrum war "watch and wait" angesagt.
Im April 2007 musste ich wegen Guillain-Barré-Syndroms in die Klinik Mainkofen mit anschließender Reha. Leuko-Werte konnte ich in dieser Zeit nicht registrieren, sie lagen mit starken Schwankungen zwischen 60 und 110 1/nl. Nach dem notwendigen Umzug ins Altenheim erlitt ich eine autoimmunhämolytische Anämie (Intensivstation der Unilehrklinik in Straubing, Minimum HB 3,2 g/dl, nach Aussage der Ärzte fast der Rekord mit 2,6 g/dl bei Überleben). Bluttransfusionen und Cortison brachten Abhilfe.
Zufällig trank ich dann morgens eine Tasse Grünen Tee. Die Leuko-Werte im Jahr 2008 zeigt Bild 2.
Ende des Jahres las ich in einer Zeitungsnotiz "Grüner Tee hilft bei CLL". Die Suche mit Google "CLL Grüner Tee" ergab Literaturhinweise, darunter auch Empfehlungen täglich den Aufguss von etwa 4,5 mg Grünen Tee zu trinken, d.h. 3 übliche Aufgussbeutel. Das Ergebnis in meinem Fall zeigt Bild 3. Die Leuko-Werte sind konstant bei ca. 60 1/nl und streuen kaum. Ich halte das für ein positives Ergebnis und werde es weiter verfolgen.
Achtung: Bei einer Velcade Therapie sollte man keinen Grünen Tee trinken!
Zur Literatur:
z.B. im Internet unter Google findet man Hinweise zu diesem Thema. Eine Wertung überlasse ich den Fachleuten. Meine Erfahrungen genügen mir. Bilden Sie sich selbst ein Urteil!
Gerhard Hecht
Dank der Einnahme von Grünen Tee hat sich der stabile Verlauf der Leukämie fortgesetzt. Beschwerden traten nicht auf. Ein Schlaganfall Ende 2009 blieb dank schneller medikamentöser Auflösung der Gerinnsel ohne größere Folgen. Geblieben ist eine geminderte Durchblutung des Gehirns mit zeitweisem Schwindel oder leichten Kopfschmerz.
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Vielen Dank für den Bericht an
Gerhard Hecht