31.07.2014
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Erfahrungsbericht eines CLL-Patienten


von Gerhard Hecht im Alter von 78 Jahren (05. August 2009, ergänzt im Dezember 2013)


B-CLL und Grüner Tee

Gerhard Hecht
Gerhard Hecht

1931 wurde ich geboren, wuchs in einem kleinen Dorf und später in der Kreisstadt auf, Abitur, Feinmechanikerlehre und Dipl.-Ing. Nachrichtentechnik in Hannover waren der Beginn eines erfolgreichen und zufrieden stellenden Lebenslaufs.

Im Mai 2000 wurde bei der jährlichen  Routineuntersuchung  eine erhöhte Zahl von  Leukozyten festgestellt. Die folgenden Untersuchungen bestätigten die Diagnose B-CLL. Schmerzen traten nicht auf. Einmal im Quartal wurde ein Blutbild erhoben. Den Verlauf der Werte bis 2007 zeigt Bild 1.
Der regelmäßige Anstieg wurde unterbrochen von Einbrüchen nach einer Bypassoperation und nach einer Infektion mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (bestimmte Stämme des Darmbakteriums E. coli, die zu blutigen Durchfallerkrankungen führen).

Informationen zur Erkrankung suchte ich im Internet bei der Selbsthilfegruppe in Straubing und bei den Jahrestagungen der DLH. Nach Beratung mit dem Hausarzt und Onkologischem Zentrum war "watch and wait" angesagt.
Im April 2007 musste ich wegen Guillain-Barré-Syndroms in die Klinik Mainkofen mit anschließender Reha. Leuko-Werte konnte ich in dieser Zeit nicht registrieren, sie lagen mit starken Schwankungen zwischen 60 und 110 1/nl. Nach dem notwendigen Umzug ins Altenheim erlitt ich eine autoimmunhämolytische Anämie (Intensivstation der Unilehrklinik in Straubing, Minimum HB 3,2 g/dl, nach Aussage der Ärzte fast der Rekord mit 2,6 g/dl bei Überleben). Bluttransfusionen und Cortison brachten Abhilfe.

Zufällig trank ich dann morgens eine Tasse Grünen Tee. Die Leuko-Werte im Jahr 2008 zeigt Bild 2.

Ende des Jahres las ich in einer Zeitungsnotiz "Grüner Tee hilft bei CLL". Die Suche mit Google "CLL Grüner Tee" ergab Literaturhinweise, darunter auch Empfehlungen täglich den Aufguss von etwa 4,5 mg Grünen Tee zu trinken, d.h. 3 übliche Aufgussbeutel. Das Ergebnis in meinem Fall zeigt Bild 3. Die Leuko-Werte sind konstant bei ca. 60 1/nl und streuen kaum. Ich halte das für ein positives Ergebnis und werde es weiter verfolgen.

Achtung: Bei einer Velcade Therapie sollte man keinen Grünen Tee trinken!

Zur Literatur:
z.B. im Internet unter Google findet man Hinweise zu diesem Thema. Eine Wertung überlasse ich den Fachleuten. Meine Erfahrungen genügen mir. Bilden Sie sich selbst ein Urteil!

Gerhard Hecht

 


Leukozyten Werte

Zweiter Erfahrungsbericht eines CLL-Patienten


von Gerhard Hecht im Alter von 79 Jahren (05. September 2010)


Dank der Einnahme von Grünen Tee hat sich der stabile Verlauf der Leukämie fortgesetzt. Beschwerden traten nicht auf. Ein Schlaganfall Ende 2009 blieb dank schneller medikamentöser Auflösung der Gerinnsel ohne größere Folgen. Geblieben ist eine geminderte Durchblutung des Gehirns mit zeitweisem Schwindel oder leichten Kopfschmerz.


Leukozyten-Werte 2009
Grafik Leukozyten-Werte 2009

Leukozyten-Werte 2010
Grafik Leukozyten-Werte 2010

Ergänzung im Dezember 2013

Der Verlauf ging zunächst regelmäßig weiter, wurde jedoch von den Folgen des Schlaganfalls überdeckt.

Es traten jedoch immer häufiger hämorrhagische Anfälle auf die mit Transfusionen bekämpft wurden. Von den vielen Blutentnahmen war ich so zerstochen, dass ich diese Behandlung abbrach.

Mit Kortison ging es dann weiter. Nur selten gelang der erste Versuch eine brauchbare Vene zu finden, meist erst beim 3. Versuch.  Glashaut , blaue Flecke und Mondgesicht das Resultat.

Die Einnahme von Grünen Tee bewährte sich über alle bisherigen Behandlungsphasen. Mit Tee   Leukos  um ca. 45 1/nL, während  notwendiger Behandlungspausen reversibler Anstieg bis 100 1/nl. Ich gehöre zu der Gruppe die anspricht.

Die hämorrhagischen Anfälle konnte ich mit einer Tageslichtsteuerung bekämpfen. 2 Led-Röhren Tageslicht und Warmton werden über Schaltuhren  gesteuert und ergeben bei ca. 40 Watt Verbrauch eine mittlere Helligkeit von ca. 500 Lux. Der Hb-Wert stieg von 9 auf bis 13 %.

Dazu noch ein Sturz mit Oberschenkelhalsbruch, gut verheilt aber kein Gehvermögen durch nervöse Störungen.

Leider hat mein Innenleben nicht ganz mitgemacht. Jede Menge Zysten und Gallensteine, die Reinigung der Gallenblase war eine sehr schmerzhafte Prozedur.


Vielen Dank für den Bericht an
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